Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass zumindest eine von zwei Serien an diesem Abend reissen würde. Sowohl Marchtrenk, als auch die Gäste aus Gallneukirchen waren nun schon seit sechs bzw. drei Partien ungeschlagen und befanden sich damit beide im Aufwind.
Fazit: Auch wenn das Ergebnis nicht unbedingt das tatsächliche Leistungsverhältnis wiederspiegelt, so war es ein richtig starker Auftritt des SCM. Die Peterstorfer-Elf agierte vor dem Kasten eiskalt und war in der Defensive stets Herr der Lage. Damit erobern sich die Blau-Gelben den Platz an der Sonne zurück und haben nun zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger St. Martin.
Die Partie stand für beide Trainer unter keinem guten Stern. Hüben wie drüben galt es einige Stammkräfte zu ersetzen: bei Pichling fehlte etwa Leibetseder, zudem musste der angeschlagene
Goalgetter Takacs auf der Bank Platz nehmen. Und auch bei Marchtrenk galt es mit Lukic und Hamader gleich zwei Stützen zu ersetzen, Spielmacher Prekop war ebenfalls nicht ganz fit und saß vorerst
nur auf der Bank.
Torwartpatzer bringt die Führung für Pichling
Vor allem im ersten Durchgang machten sich die zahlreichen Ausfälle auf beiden Seiten bemerkbar, wobei sich die Hausherren ein leichtes Übergewicht an Ballbesitz erarbeiten konnten. Die
Marchtrenker standen hinten gut sortiert, Pichling musste so immer wieder auf Distanzschüsse zurückgreifen. Gut eine halbe Stunde war gespielt, da durfte ein Großteil der gut 200 Zuseher das
erste Mal jubeln. Die Hausherren setzten die Gäste immer wieder per aggressivem Pressing unter Druck und zwangen sie so zu fehlern, wie etwa Marchtrenks Schlussmann Schlögl beim 0:1. Anstatt den
Ball einfach wegzuschlagen zögerte der routinierte Keeper einen Augenblick zu lange und schoss den heraneilenden Markus Stöger so unglücklich an, dass das Leder zur Führung für die Weißhemden
über die Linie kullerte. Fast im Gegenzug hatte die Peterstorfer-Elf beinahe die richtige Antwort gehabt. Ein sehenswerter Weitschuss von Angreifer Lindorfer streifte aber denkbar knapp über das
Kreuzeck, so ging es mit der knappen Führung der Gastgeber in die Pause.
Marchtrenk mit leichtem Plus in Halbzei zwei
In der Pause reagierte Marchtrenks Übungsleiter Peterstorfer, brachte Prekop und ab diesem Zeitpunkt verlagerte sich das Spielgeschehen sukzessive zu Gunsten der Blau-Gelben. Folgerichtig hatten
die Hausherren nun mehr Raum zum Kontern, aber der ebenfalls in die Partie gekommene Takacs scheiterte gleich doppelt im Eins gegen Eins an Schlögl. Auf der gegenüberliegenden Seite brachte
Wiesbauer den Ball aus aussichtsreicher Position nicht im Kasten von Meichenitsch unter. Fünf Minuten vor Schluss schlug Marchtrenks Starstürmer Daniel Lindorfer aber dann doch noch zu. Nach
einem weiten Zuspiel spritzte der Angreifer in den Ball und spitzelte die Kugel am chancenlosen Meichenitsch vorbei zum 1:1 in die Maschen. In den Schlussminuten schienen sich beide Teams mit dem
Ergebnis zufrieden zu geben, weshalb es ohne weitere Aufreger bei der gerechten Punkteteilung blieb.
Fazit: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten entwickelte sich zur Mitte der ersten Halbzeit ein hart umkämpftern Schlagabtausch mit leichten Vorteilen auf Seiten der Hausherren. Erst durch die
Hereinnahme von Spielmacher Prekop kamen die Gäste besser in die Partie und übernahmen schrittweise das Kommando. Unterm Strich war es eine gerechte Punkteteilung zwischen den beiden
Mannschaften, da man da wie dort eine Halbzeit dominieren konnte.
Derbystimmung in Marchtrenk. Knapp 300 Zuseher lockte das Nachbarschaftsduell zwischen Marchtrenk und Weißkirchen auf den Marchtrenker Sportplatz. Serviert wurde den Fans spielerisch eher magere
Kost, mit wenigen echten Chancen auf beiden Seiten.
Weißkirchen geht mit dem Pausenpfiff in Führung
Dies war vor allem dem tiefen und damit schwer zu bespielenden Untergrund geschuldet, der einen geordneten Spielaufbau nur äußerst schwer zu Stande kommen ließ. Beide Teams versuchten über den
Kampf in die Begegnung zu finden, spielerische Glanzlichter waren deshalb eher Mangelware. Hüben wie drüben waren die Mittelfeldreihen dicht gedrängt, weshalb man versuchte mit weiten Bällen in
die Spitze das Zentrum so schnell wie möglich zu überbrücken. Einer dieser hohen Bälle landete bei Marchtrenks Winterneuzugang Daniel Lindorfer, der mit seinem scharfen Schuss Goalie Oos prüfte.
Der Keeper bewieß allerdings starke Reflexe und klärte den Versuch mit einer sehenswerten Fußabwehr. Kurz vor der Pause waren die Zebras am Zug. Beim ersten wirklich schön vorgetragenen Angriff
entwischte Außenverteidiger Lukas Pesendorfer seinen Bewachern und spielte eine halbhohe Flanke zur Mitte, die Torjäger Miron Muslic akrobatisch per Seitfallzieher zum 1:0 in die Maschen knallte.
Zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt ging der Nachzügler gegen den Tabellenzweiten also in Führung.
Gastgeschenk beschert Marchtrenk den Ausgleich
Dass die Weißkirchner gute Gäste sind, bewiesen sie beim Ausgleich der Hausherren kurz nach Wiederanpfiff. Einen Freistoß auf Höhe der Mittelauflage spielten die Schwarz-Weißen genau in die Beine
von Daniel Lindorfer, der sich mit dem Spielgerät auf und davon machte. In typisch abgezockter Manier hatte der Goalgetter keine Probleme und bezwang Keeper Oos im Eins gegen Eins, praktisch aus
dem Nichts heraus stand es 1:1. In weiterer Folge drückte der SC zwar etwas mehr aufs Tempo, wirklich gefährlich wurde die Peterstorfer-Elf dabei allerdings nicht. Außer ein paar Halbchancen
hatten die Blau-Gelben offensiv nicht zu bieten und auch bei den Gästen herrschte diesbezüglich Ebbe. Gefahr entstand, wenn überhaupt aus ruhenden Bällen, die allerdings nichts einbrachten. So
plätscherte ein im Wesentlichen eher ereignisärmeres Derby schließlich seinem Ende entgegen.
Fazit: Es war ein Unentschieden Marke Hilft keinem so recht weiter. Zwar übernehmen die Marchtrenker vorerst wieder die Tabellenführung, allerdings nur mit einem Zähler Vorsprung auf die SU St.
Martin, die ihrerseits noch zwei Spiele in der Hinterhand hat. Und auch die Weißkirchner schaffen den Sprung über die rote Linie, auf Grund des überraschenden Dreiers von St. Valentin in Naarn
beträgt aber auch hier der Abstand gerade einmal ein mageres Pünktchen - hier sei allerdings angemerkt, dassdie Olzinger-Elf ebenfalls erst 16 Spiele auf dem Konto hat.
Der SC Marchtrenk veranstaltet am 29. und 30. Juni zum ersten Mal seinen Sommer-Cup für U8, U9, U10 und U11-Mannschaften im Marchtrenker Waldstadion. Der ideale Saisonausklang für Spieler, Eltern und Betreuer.
Über Ihre Teilnahme freuen wir uns.
Nähere Infos im Download.
Dank der Sponsoren wohnen szabo, teamplayer othmar ganster, mei fritz hochhauser, fliesen manfred stündl, raiffeisen dir. peter gruber, frisiersalon didi sandler/tina und joachim jung war´s möglich, neue Dressen für die Kampfmannschaft zu organisieren und wurden diese im Heimspiel gegen den SV Traun am Samstag, 6.4.2013, erstmals getragen.
Beflügelt von so viel Neuheit liefen unsere Burschen zu einer Höchstform auf und gewannen das Match gegen den "ewigen" Rivalen Traun letztendlich verdient mit 2:0.
Den Matchball zu diesem Spiel steuerte starleight-bandleader wolfgang petscher bei.
Nochmals ein herzliches Danke an die Sponsoren